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rdfs:label @de Gruppen im Winter
schema:abstract @de Winterflaute in Gruppenunterkünften? Mit durchdachten Konzepten, Kooperationen und passgenauen Angeboten lässt sich die Auslastung gezielt steigern.
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schema:value @de <h3><strong>Hintergrund und Herausforderung</strong><br /></h3><p>Viele Gruppenunterkünfte in Thüringen – insbesondere Schullandheime, Bildungsstätten und Familienferienstätten – erleben im Winter deutliche Auslastungslücken. Grund sind fehlende Klassenfahrten in dieser Zeit, eine geringe Nachfrage durch private Gruppen sowie infrastrukturelle und gesetzliche Hürden. Folgende praxisnahe Ansätze, wie die kalte Jahreszeit besser genutzt werden kann, wurden erarbeitet.</p><p></p><h3>1. Neue Zielgruppen ansprechen: Firmen, Teams &amp; Erwachsenen-Gruppen</h3><p><br />Gruppenreiseveranstalter berichten von wachsender Nachfrage nach Winterreisen von Unternehmen – etwa für Weihnachtsfeiern, Teambuilding oder Retreats. Besonders gefragt sind Komplettangebote mit Übernachtung, Verpflegung, Tagungsräumen und Aktivitäten wie Fackelwanderung, Hüttenerlebnis oder Wellness.<br /></p><p><strong>Empfehlung:</strong></p><ul><li><p>Gruppenangebote entwickeln, die Erlebnis, Kulinarik und Wissenstransfer kombinieren</p></li><li><p>Mit Reiseveranstaltern kooperieren, um die Pakete professionell zu vermarkten</p></li><li><p>Sich auf Portalen mit buchbaren Gruppenangeboten präsentieren</p></li></ul><h3>2. Winterkonzepte für Schulklassen: Projekte statt Skilager</h3><p><br />Klassische Wintersportangebote wie Skilager sind zunehmend schwer planbar – wegen Wetterunsicherheit und langfristiger Genehmigungsprozesse. Erfolgversprechender sind <strong>pädagogisch wertvolle Projektfahrten</strong>, die unabhängig vom Wetter funktionieren.<br /><strong>Best Practice:</strong><br />Das Projekt <strong>„Klassenreise Musik“</strong> in der Rothleimmühle kombiniert Musikwoche, Aufführung und Elternbeteiligung – mit langfristiger Auslastung im Februar/März.<br /></p><p><strong>Empfehlung:</strong></p><ul><li><p>Themenreisen mit kulturellem, sportlichem oder kreativem Fokus konzipieren</p></li><li><p>Kooperationen mit Stiftungen, Musikern oder regionalen Bildungspartnern nutzen</p></li><li><p>Ganzjahresformate mit hohem Bildungsanteil etablieren</p></li><li><p>Zielfindung: Wo liegen die Trends für Kinder? Was passt zu meinem Haus? Was passt in meine Region?</p></li><li><p>ACHTUNG bei Themenprogrammen (z.B. Harry Potter): Genehmigungen von Markeninhabern müssen eingeholt; Programme eingereicht werden.</p></li></ul><h3>3. Tagesangebote und Ausflugsformate nutzen</h3><p><br />Nicht jede Gruppe übernachtet. Auch <strong>Tagesformate ohne Übernachtung</strong>, z. B. eine geführte Wanderung mit regionalem Mittagessen oder Museumsbesuch, können Winterumsatz bringen – vor allem, wenn sie sich an regionale Firmen oder Gruppen richten.<br /><br /><strong>Empfehlung:</strong></p><ul><li><p>Tagespakete für Ausflüge konzipieren</p></li><li><p>Regionale Highlights wie Thermen, Museen oder Naturparks einbinden</p></li><li><p>Zielgruppe: Teamevents, Vereine, private Gruppen</p></li></ul><p></p><h3>4. Zusammenarbeit &amp; Vernetzung stärken</h3><p><br />Einzeln sind viele Unterkünfte zu klein für große Marketingaktionen – gemeinsam könnten sie jedoch mehr Sichtbarkeit erreichen. Diskutiert wurde u. a.:</p><ul><li><p>Thüringenweite Plattform oder Website mit buchbaren Gruppenunterkünften</p></li><li><p>Ein gemeinsamer Flyer oder Online-Katalog (analog zu Beispielen aus Sachsen)</p></li><li><p>Teilnahme an Tourismusmessen mit gemeinsamer Präsentation<br /></p></li></ul><p><strong>Empfehlung:</strong></p><ul><li><p>Synergien mit anderen Häusern und regionalen Partnern suchen</p></li><li><p>Beteiligung an Marketinginitiativen von Verbänden oder DMOs</p></li></ul><h3>6. Infrastruktur </h3><p><br />Viele Häuser liegen naturnah, aber abseits gut angebundener Verkehrswege. Der Zugang mit ÖPNV ist teils problematisch. <br /></p><p><strong>Empfehlung:</strong></p><ul><li><p>Alleinstellungsmerkmale klar kommunizieren (z. B. Lage im Biosphärenreservat)</p></li></ul><h3>7. Kommunikation und Buchbarkeit verbessern</h3><p><br />Der Kommunikationsaufwand mit Schulen, Lehrkräften und Gruppen ist hoch – besonders bei kurzfristigen Buchungen.</p><p><strong>Empfehlung</strong></p><ul><li><p>Programmbausteine abbilden, Best-Practice Rothleimmühle</p></li><li><p>Buchungsprozesse standardisieren, digitalisieren und vereinfachen</p></li><li><p>Optionen mit klaren Fristen belegen, um Planungssicherheit zu schaffen</p></li><li><p>Buchungsportale wie Gruppenhaus nutzen</p></li></ul><h3>8. Preismodell: Winterrabatte – ja oder nein?</h3><p><br />Eine dynamische Preisgestaltung für die Nebensaison wurde diskutiert, ist aber schwierig umzusetzen. Gründe: bereits knapp kalkulierte Preise, politische Vorgaben (z.B. keine Freiplätze), gestiegene Heiz- und Personalkosten im Winter. Darüber hinaus sind die Ansprüche der Lehrer und Schüler gestiegen. Höhere Preise würden sich in schlechtere Bewertungen (Preis-Leistungs-Verhältnis) niederschlagen.<br /></p><p><strong>Empfehlung:</strong></p><ul><li><p>Qualität und Inhalt der Programme statt Preis in den Vordergrund stellen</p></li><li><p>Nur dort Rabattmodelle prüfen, wo es betriebswirtschaftlich vertretbar ist</p></li><li><p>Zielgruppen mit hoher Zahlungsbereitschaft ansprechen (z.B. Firmen)</p></li></ul><h3>Fazit</h3><p><br />Für eine bessere Auslastung im Winter braucht es kreative Angebote, gezielte Zielgruppenansprache und stärkere Kooperationen. Die Potenziale sind da – sei es mit Firmenreisen, Projekten für Schulklassen oder Tagesangeboten für Gruppen. Entscheidend ist: Die Besonderheiten und Stärken der Region in erlebbaren Konzepten zu bündeln und professionell zu vermarkten.</p><p> </p>
schema:articleBody @de Hintergrund und Herausforderung Viele Gruppenunterkünfte in Thüringen – insbesondere Schullandheime, Bildungsstätten und Familienferienstätten – erleben im Winter deutliche Auslastungslücken. Grund sind fehlende Klassenfahrten in dieser Zeit, eine geringe Nachfrage durch private Gruppen sowie infrastrukturelle und gesetzliche Hürden. Folgende praxisnahe Ansätze, wie die kalte Jahreszeit besser genutzt werden kann, wurden erarbeitet. 1. Neue Zielgruppen ansprechen: Firmen, Teams & Erwachsenen-Gruppen Gruppenreiseveranstalter berichten von wachsender Nachfrage nach Winterreisen von Unternehmen – etwa für Weihnachtsfeiern, Teambuilding oder Retreats. Besonders gefragt sind Komplettangebote mit Übernachtung, Verpflegung, Tagungsräumen und Aktivitäten wie Fackelwanderung, Hüttenerlebnis oder Wellness. Empfehlung: Gruppenangebote entwickeln, die Erlebnis, Kulinarik und Wissenstransfer kombinieren Mit Reiseveranstaltern kooperieren, um die Pakete professionell zu vermarkten Sich auf Portalen mit buchbaren Gruppenangeboten präsentieren 2. Winterkonzepte für Schulklassen: Projekte statt Skilager Klassische Wintersportangebote wie Skilager sind zunehmend schwer planbar – wegen Wetterunsicherheit und langfristiger Genehmigungsprozesse. Erfolgversprechender sind pädagogisch wertvolle Projektfahrten, die unabhängig vom Wetter funktionieren. Best Practice: Das Projekt „Klassenreise Musik“ in der Rothleimmühle kombiniert Musikwoche, Aufführung und Elternbeteiligung – mit langfristiger Auslastung im Februar/März. Empfehlung: Themenreisen mit kulturellem, sportlichem oder kreativem Fokus konzipieren Kooperationen mit Stiftungen, Musikern oder regionalen Bildungspartnern nutzen Ganzjahresformate mit hohem Bildungsanteil etablieren Zielfindung: Wo liegen die Trends für Kinder? Was passt zu meinem Haus? Was passt in meine Region? ACHTUNG bei Themenprogrammen (z.B. Harry Potter): Genehmigungen von Markeninhabern müssen eingeholt; Programme eingereicht werden. 3. Tagesangebote und Ausflugsformate nutzen Nicht jede Gruppe übernachtet. Auch Tagesformate ohne Übernachtung, z. B. eine geführte Wanderung mit regionalem Mittagessen oder Museumsbesuch, können Winterumsatz bringen – vor allem, wenn sie sich an regionale Firmen oder Gruppen richten. Empfehlung: Tagespakete für Ausflüge konzipieren Regionale Highlights wie Thermen, Museen oder Naturparks einbinden Zielgruppe: Teamevents, Vereine, private Gruppen 4. Zusammenarbeit & Vernetzung stärken Einzeln sind viele Unterkünfte zu klein für große Marketingaktionen – gemeinsam könnten sie jedoch mehr Sichtbarkeit erreichen. Diskutiert wurde u. a.: Thüringenweite Plattform oder Website mit buchbaren Gruppenunterkünften Ein gemeinsamer Flyer oder Online-Katalog (analog zu Beispielen aus Sachsen) Teilnahme an Tourismusmessen mit gemeinsamer Präsentation Empfehlung: Synergien mit anderen Häusern und regionalen Partnern suchen Beteiligung an Marketinginitiativen von Verbänden oder DMOs 6. Infrastruktur Viele Häuser liegen naturnah, aber abseits gut angebundener Verkehrswege. Der Zugang mit ÖPNV ist teils problematisch. Empfehlung: Alleinstellungsmerkmale klar kommunizieren (z. B. Lage im Biosphärenreservat) 7. Kommunikation und Buchbarkeit verbessern Der Kommunikationsaufwand mit Schulen, Lehrkräften und Gruppen ist hoch – besonders bei kurzfristigen Buchungen. Empfehlung Programmbausteine abbilden, Best-Practice Rothleimmühle Buchungsprozesse standardisieren, digitalisieren und vereinfachen Optionen mit klaren Fristen belegen, um Planungssicherheit zu schaffen Buchungsportale wie Gruppenhaus nutzen 8. Preismodell: Winterrabatte – ja oder nein? Eine dynamische Preisgestaltung für die Nebensaison wurde diskutiert, ist aber schwierig umzusetzen. Gründe: bereits knapp kalkulierte Preise, politische Vorgaben (z.B. keine Freiplätze), gestiegene Heiz- und Personalkosten im Winter. Darüber hinaus sind die Ansprüche der Lehrer und Schüler gestiegen. Höhere Preise würden sich in schlechtere Bewertungen (Preis-Leistungs-Verhältnis) niederschlagen. Empfehlung: Qualität und Inhalt der Programme statt Preis in den Vordergrund stellen Nur dort Rabattmodelle prüfen, wo es betriebswirtschaftlich vertretbar ist Zielgruppen mit hoher Zahlungsbereitschaft ansprechen (z.B. Firmen) Fazit Für eine bessere Auslastung im Winter braucht es kreative Angebote, gezielte Zielgruppenansprache und stärkere Kooperationen. Die Potenziale sind da – sei es mit Firmenreisen, Projekten für Schulklassen oder Tagesangeboten für Gruppen. Entscheidend ist: Die Besonderheiten und Stärken der Region in erlebbaren Konzepten zu bündeln und professionell zu vermarkten.
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schema:headline @de Kein Schnee, keine Gruppen - Auslastung von Gruppenunterkünften in den Wintermonaten steigern
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