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Tourismus wirkt! |
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Tourismus schafft Arbeitsplätze, steigert die Lebensqualität und generiert Steuereinnahmen – doch in vielen Kommunen fehlt das Bewusstsein für seine Bedeutung. Der Artikel zeigt praxisnah, wie Tourismusakteure politische Entscheidungsträger wirkungsvoll überzeugen können. Mit Zahlen, Emotionen und konkreten Mehrwerten zur strategischen Kommunikation. |
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<h3>1. Herausforderung: Geringe Wertschätzung trotz hoher Relevanz</h3><p>Obwohl der Tourismus in Thüringen jährlich über 4 Milliarden Euro Bruttoumsatz erzielt, rund 82.500 Personen ein Einkommen sichert und ca. 390 Mio. Euro an Steuereinnahmen generiert, wird seine Bedeutung in vielen Kommunen unterschätzt. In einer Live-Umfrage im Webinar schätzten rund 60 % der Teilnehmenden das Wissen politischer Akteure über die Relevanz des Tourismus als „eher gering“ ein.</p><h3>2. Argumentationsbasis: Zahlen, Daten, Fakten</h3><p>Die Grundlage jeder politischen Kommunikation muss belastbar sein. Politiker sind Generalisten – sie brauchen klare, kompakte Informationen. Daher gilt:</p><ul><li><p>Verwenden Sie geprüfte Datenquellen wie den Wirtschaftsfaktor Tourismus Thüringen.</p></li><li><p>Zeigen Sie kommunale Effekte auf (z. B. Einnahmen durch Kurbeiträge, Tourismusabgaben oder indirekte Gewerbesteuern).</p></li><li><p>Nutzen Sie Szenarien („+10 % Gäste = +X € Einnahmen“) für greifbare Prognosen.</p></li></ul><h3>3. Tourismus als Standort- und Lebensqualitätsfaktor</h3><p>Tourismus ist mehr als Übernachtungszahlen. Er sorgt für:</p><ul><li><p>Lebensqualität durch Infrastruktur, Gastronomie, Kulturangebote</p></li><li><p>Standortattraktivität für Fachkräfte und Unternehmen</p></li><li><p>Identifikation mit der Region (z. B. durch kulturelle Veranstaltungen oder Wanderwege) Diese Aspekte sind auch für Einheimische relevant – eine zentrale Argumentationslinie gegenüber Politik und Bevölkerung.</p></li></ul><h3>4. Kommunikationsstrategie: Kurz, lokal und emotional</h3><p>Erfolgreiche Kommunikation mit politischen Entscheidungsträgern basiert auf folgenden Prinzipien:</p><ul><li><p>Kurz und prägnant: Politik hat wenig Zeit – keine Studien, sondern Kernaussagen</p></li><li><p>Lokal verankert: Kommunale Beispiele und konkrete Mehrwerte benennen</p></li><li><p>Emotional ergänzt: Persönliche Geschichten, Bilder oder Bürgerzitate aktivieren Aufmerksamkeit</p></li><li><p>Politik-Sprache nutzen: Argumentieren in Haushaltslogik, zeigen wie Projekte zur Stadtentwicklung passen.</p></li></ul><h3>5. Einbindung der Politik: Frühzeitig und strategisch</h3><p>Politik sollte nicht erst eingebunden werden, wenn ein Beschluss ansteht. Erfolgsfaktoren:</p><ul><li><p>Frühzeitige Einbindung: Projekte mit politischen Akteuren gemeinsam denken</p></li><li><p>Allianzen bilden: Mit Verbänden, Initiativen und Bürgern ein starkes Netzwerk schaffen</p></li><li><p>Klares Angebot machen: Was konkret wird benötigt (z. B. Förderung, Genehmigung, Personal)?</p></li><li><p>Risikoabsicherung zeigen: Wie wird Erfolg kontrolliert und dokumentiert?</p></li></ul><h3>6. Bürgerkommunikation: Sichtbarkeit und Bewusstsein schaffen</h3><p>Die Bevölkerung muss erkennen, dass Tourismus nicht „nur für Gäste“ da ist:</p><ul><li><p>Nutzen Sie Binnenmarketing („Entdecke, was du zu kennen glaubst“)</p></li><li><p>Verdeutlichen Sie den Nutzen für alle: Veranstaltungen, Infrastruktur, wirtschaftliche Stabilität</p></li><li><p>Zeigen Sie, was fehlen würde, wenn der Tourismus wegfällt.</p></li></ul><h3>7. Best Practices</h3><ul><li><p>Saale-Unstrut: Durch respektvollen Umgang und kontinuierliche Kommunikation des Mehrwertes wird der Tourismus sichtbar gemacht, nach innen vor allem durch die Kampagne „Entdecke, was du zu kennen glaubst“.</p></li><li><p>Bad Frankenhausen: Durch konsequente Fokussierung auf Kur- und Gesundheitstourismus konnte die Stadt trotz Schuldenlage Millioneninvestitionen umsetzen – mit Rückhalt im Stadtrat und bei Bürgern.</p></li><li><p>Jena Kultur: Durch Umstellung der Kommunikation auf „Lebensqualität für alle“ statt reiner Gästezahlen wurde politischer Rückhalt für große Investitionen (z. B. Volkshaus) gewonnen.</p></li></ul> |
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1. Herausforderung: Geringe Wertschätzung trotz hoher Relevanz
Obwohl der Tourismus in Thüringen jährlich über 4 Milliarden Euro Bruttoumsatz erzielt, rund 82.500 Personen ein Einkommen sichert und ca. 390 Mio. Euro an Steuereinnahmen generiert, wird seine Bedeutung in vielen Kommunen unterschätzt. In einer Live-Umfrage im Webinar schätzten rund 60 % der Teilnehmenden das Wissen politischer Akteure über die Relevanz des Tourismus als „eher gering“ ein.
2. Argumentationsbasis: Zahlen, Daten, Fakten
Die Grundlage jeder politischen Kommunikation muss belastbar sein. Politiker sind Generalisten – sie brauchen klare, kompakte Informationen. Daher gilt:
Verwenden Sie geprüfte Datenquellen wie den Wirtschaftsfaktor Tourismus Thüringen.
Zeigen Sie kommunale Effekte auf (z. B. Einnahmen durch Kurbeiträge, Tourismusabgaben oder indirekte Gewerbesteuern).
Nutzen Sie Szenarien („+10 % Gäste = +X € Einnahmen“) für greifbare Prognosen.
3. Tourismus als Standort- und Lebensqualitätsfaktor
Tourismus ist mehr als Übernachtungszahlen. Er sorgt für:
Lebensqualität durch Infrastruktur, Gastronomie, Kulturangebote
Standortattraktivität für Fachkräfte und Unternehmen
Identifikation mit der Region (z. B. durch kulturelle Veranstaltungen oder Wanderwege) Diese Aspekte sind auch für Einheimische relevant – eine zentrale Argumentationslinie gegenüber Politik und Bevölkerung.
4. Kommunikationsstrategie: Kurz, lokal und emotional
Erfolgreiche Kommunikation mit politischen Entscheidungsträgern basiert auf folgenden Prinzipien:
Kurz und prägnant: Politik hat wenig Zeit – keine Studien, sondern Kernaussagen
Lokal verankert: Kommunale Beispiele und konkrete Mehrwerte benennen
Emotional ergänzt: Persönliche Geschichten, Bilder oder Bürgerzitate aktivieren Aufmerksamkeit
Politik-Sprache nutzen: Argumentieren in Haushaltslogik, zeigen wie Projekte zur Stadtentwicklung passen.
5. Einbindung der Politik: Frühzeitig und strategisch
Politik sollte nicht erst eingebunden werden, wenn ein Beschluss ansteht. Erfolgsfaktoren:
Frühzeitige Einbindung: Projekte mit politischen Akteuren gemeinsam denken
Allianzen bilden: Mit Verbänden, Initiativen und Bürgern ein starkes Netzwerk schaffen
Klares Angebot machen: Was konkret wird benötigt (z. B. Förderung, Genehmigung, Personal)?
Risikoabsicherung zeigen: Wie wird Erfolg kontrolliert und dokumentiert?
6. Bürgerkommunikation: Sichtbarkeit und Bewusstsein schaffen
Die Bevölkerung muss erkennen, dass Tourismus nicht „nur für Gäste“ da ist:
Nutzen Sie Binnenmarketing („Entdecke, was du zu kennen glaubst“)
Verdeutlichen Sie den Nutzen für alle: Veranstaltungen, Infrastruktur, wirtschaftliche Stabilität
Zeigen Sie, was fehlen würde, wenn der Tourismus wegfällt.
7. Best Practices
Saale-Unstrut: Durch respektvollen Umgang und kontinuierliche Kommunikation des Mehrwertes wird der Tourismus sichtbar gemacht, nach innen vor allem durch die Kampagne „Entdecke, was du zu kennen glaubst“.
Bad Frankenhausen: Durch konsequente Fokussierung auf Kur- und Gesundheitstourismus konnte die Stadt trotz Schuldenlage Millioneninvestitionen umsetzen – mit Rückhalt im Stadtrat und bei Bürgern.
Jena Kultur: Durch Umstellung der Kommunikation auf „Lebensqualität für alle“ statt reiner Gästezahlen wurde politischer Rückhalt für große Investitionen (z. B. Volkshaus) gewonnen.
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Tourismus wirkt – aber wie sag ich’s dem Stadtrat? |
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