Nur einen Steinwurf vom Museum Reichenfels und der Burgruine entfernt steht ein 2,40 m hohes, aus rotem Falkaer Sandstein gehauenes Steinkreuz, welches um 1804 errichtet wurde. Es war Bestandteil des von Heinrich XLIII. von Reuß-Köstritz geplanten Landschaftsparks rund um die ehemalige Burg Reichenfels. Das romantische Vorhaben des Fürsten scheiterte jedoch aus finanziellen Gründen. Geblieben ist das Kreuz, welches mit der Jahreszahl 1412 dem damaligen Zeitgeschmack entsprechend ein hohes Alter vortäuschen sollte. Vom unteren Burghof führt ein kleiner Pfad zum Kreuz. Davor liegt ein großer flacher Stein mit einem Loch, welches immer mit Wasser gefüllt ist – egal wie trocken die Zeiten sind. Und natürlich erzählt man sich dazu auch eine Sage, wie es hier um Reichenfels und Hohenleuben viele gibt. Die Mitglieder des Vogtländischen Altertumsforschenden Vereins zu Hohenleuben (VAVH), der 1825 gegründet wurde, waren die ersten, die all diese Sagen aufschrieben und sammelten. Das lockte wiederum berühmte Persönlichkeiten nach Hohenleuben bzw. Reichenfels, wo der Verein mit seinen stetig wachsenden altertümlichen Sammlungen und der Bibliothek sein eigenes Museum betrieb. Die Gebrüder Grimm, Konrad Duden, Ludwig Bechstein, Rudolf Virchow, Robert Eisel – um nur einige zu nennen – waren im 19. Jahrhundert Mitglied im VAVH. Bis heute arbeitet der Vogtländische Altertumsforschende Verein an der Erforschung und Vermittlung vogtländischer Geschichte und unterhält mit Unterstützung der Stadt Hohenleuben das Museum Reichenfels, welches die umfangreichen Sammlungen bewahrt und ausstellt.
Only a stone's throw from the Reichenfels Museum and the castle ruins stands a 2.40 m high stone cross carved from red Falka sandstone, which was erected around 1804. It was part of the landscape park planned by Heinrich XLIII von Reuß-Köstritz around the former Reichenfels Castle. However, the romantic project of the prince failed for financial reasons. What remains is the cross, which with the date 1412 was supposed to feign great age according to the taste of the time. A small path leads from the lower courtyard to the cross. In front of it is a large flat stone with a hole that is always filled with water - no matter how dry the times are. And of course there is a legend about it, as there are many around Reichenfels and Hohenleuben. The members of the Vogtländischer Altertumsforschenden Verein zu Hohenleuben (VAVH), which was founded in 1825, were the first to write down and collect all these legends. This in turn attracted famous personalities to Hohenleuben or Reichenfels, where the association ran its own museum with its ever-growing ancient collections and library. The Grimm brothers, Konrad Duden, Ludwig Bechstein, Rudolf Virchow, Robert Eisel - to name but a few - were members of the VAVH in the 19th century. To this day, the Vogtländischer Altertumsforschender Verein works on researching and communicating Vogtland history and, with the support of the town of Hohenleuben, maintains the Museum Reichenfels, which preserves and exhibits the extensive collections.